Todesurteile in der ddr. Letztes Todesurteil der DDR: Nahschuss ins Hinterhaupt

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Zwei Gefängniswärter hatten ihn am Morgen des 26. Mielke hatte einen Prozess eigentlich abgelehnt. Gelblich-weiße Wände, im unteren Teil eine Bordüre in rotbraun, der Boden grauer Beton. Von 227 Todesurteilen wurden 166 vollstreckt. Nachdem das Oberlandesgericht von Württemberg-Hohenzollern Schuhs Revisionsantrag zurückgewiesen hatte, blieb nur noch der Gnadenweg.

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Und weil die Bundesrepublik mit ihrer Gründung die Todesstrafe abgeschafft hatte, war Werner Teske auch der letzte Todeskandidat auf deutschem Boden. Und das, obwohl bereits nur besonders linientreue Staatsanwälte und Richter, die so genannten 1A-Kader, für die schwerwiegenden Verfahren in Frage kamen. Diese Probleme wurden mit der Bestimmung ausgewählter Vollzugsstandorte zu zentralen Hinrichtungsstätten und dem Einbau stationärer Fallbeilgeräte in allseitig umschlossenen überdachten Räumen gelöst. Nicht in einem einzigen Fall will er sich für deren Vorgeschichte interessiert haben, nicht einmal hat er ihnen in die Augen geblickt und nur zweimal starb sein Opfer nicht mit dem ersten Schuss. Dennoch hatte Schuh Pech, aus mehreren Gründen. Wie eng die Führung war, die der Staatsanwaltschaft selbst in minderschweren Fällen zuteilwurde, belegt ein Schreiben Erich Mielkes, Minister für Staatssicherheit, 1959 an den 1. Die Asche wurde anonym bestattet.

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Todesstrafe in Deutschland: Der Raubmörder unterm Fallbeil

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Anschließend ließen die Gehilfen den Körper ausbluten, indem sie ihn an den Beinen nach oben hielten. Hinrichtungen wurden heimlich vollzogen, Totenscheine gefälscht und Sterbeurkunden manipuliert — Teske starb offiziell nicht durch eine Kugel in Leipzig, sondern an Herzversagen in Stendal. Blutiger Auftakt Gladow, ein Metzgersohn aus einem Berliner Mietskasernen-Viertel, war athletisch, aufgeweckt - und einer der gefährlichste Gangster Deutschlands. Bis zum Kriegsende 1945 erhöhte die Reichsjustizverwaltung die Anzahl der zentralen Hinrichtungsstätten unter den Bedingungen des Krieges Treib- und Rohstoffmangel, Überlastung des Aufsichtspersonals an einer Stelle, Mangel an Transportkapazitäten, Gefährdung durch Luftangriffe auf 22. Und das ganz still und heimlich. Bock war als Gegner der Todesstrafe bekannt und hätte wahrscheinlich dem Gnadengesuch von Schuhs Verwandten stattgegeben. Die Frau, mit der er kurz zuvor eine Tochter gezeugt hatte, wanderte nach Amerika aus.

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Todesstrafe in der DDR

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Dessen Leiche ließ Schuh am Straßenrand liegen, bevor er den Laster in ein Waldstück fuhr. Der Vermerk sollte auf einen legal zu medizinischen Zwecken verwendeten, unbekannte Leichnam hinweisen und die wahre Identität des Toten verschleiern. Als man sich seiner Sache sicherer war, wurde auf 10 Uhr verschoben. Februar 1953 aus dem disziplinarischen Gewahrsam nach West-Berlin; am 20. Jahrhundert waren es gerade drei gewesen.

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Aus einer akademischen Karriere wurde jedoch nichts. Selbst die Abschaffung der staatlichen Liquidation wurde noch als Sieg verkauft. Der erst 19-jährige Werner Gladow wurde am 5. «Das ist nicht nachvollziehbar: Die meisten Briefe sind Abschiedsschreiben an die Familien, aus politischer Sicht waren sie völlig harmlos und lapidar», kritisiert der Gedenkstättenleiter Hollitzer. Vor dieser Zeit wurden die Hinrichtungen in Dresden durchgeführt. Juni 1959 zum Tode verurteilt und in Leipzig mit dem Fallbeil hingerichtet. Bereits der erste Schuss war tödlich.

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Todesstrafe: DDR

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Schmid leitete in Bonn den Hauptausschuss des Parlamentarischen Rates zur Vorbereitung des Grundgesetzes. «Das war keine Seltenheit, im Gegenteil», erläutert Hollitzer. Mai 1965 wegen Doppelmordes zum Tode verurteilt und nach offiziellen Angaben in Leipzig mit dem Fallbeil hingerichtet. Aus den 240 Strafanstalten des Deutschen Reiches wurden 1936 elf zu beständigen Vollzugsorten der Todesstrafe bestimmt und dazu schrittweise bis Ende 1938 mit Hinrichtungstrakten und fest eingebauten Fallbeilgeräten ausgestattet. Im Westen bekannten sich Briten, Franzosen und Amerikaner eindeutig zur Todesstrafe. Anstelle der Guillotine kam die Pistole zum Einsatz.

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